«Les rayons au crepuscule de ma noix interieure»
Ein Werk, welches in einer anderen Sammlung ist.
Kurze Einführung
Die Collage «Le Trou» ist ein wunderbares Ensemble aus kleinen Papierstücken.
Es besteht aus Werken des Romantikers Viktor Hugo, meisterhaft zerstört von David Hominal im Jahre 2007.
«Le Trou» hängt seit knapp 3 Jahren in meinem Wohnzimmer. Wenn ich es länger anschaue, glaube ich es schreien zu hören. Brabbeln und stottern, wie eine einsame Nuss, die im Darm irrt. Was geht in dieser stürmischen Existenz vor sich? – Fing ich einmal an zu denken.
In einer Nacht gegen allen Willen, habe ich mir eine Szene IX, eine Szene III und eine Szene XI trotz des neurotischen Sprachverbots von «Le Trou» vorgestellt. Mit geduldiger Besessenheit belegte ich in meinem Wohnzimmer die Einbildung einer möglichen Darstellung aus den non gesprächigen Dramen der Collage «Le Trou».
Szene IX
Wir sind vor dem Eintritt der Nacht
Späher der Nacht
Da kommt die Königin meine Füchsin!
Die Füchsin hat Lucrezia verraten
Achtung! Täuschung! In der Kirche hängen Frauen.
Der Mann Gilbert beweist es!
Verliere dich nicht auf den Treppen von meiner Königin der Füchsin
Jane die Löwin bewacht beide Treppen meines Fuchses.
Die wahre Königin die Füchsin
Meine Füchsin: Ist es wahr, dass es die Vernichtung gibt?
Szene III
Man hört eine tiefe Liebe und eine kleine Unruhe
Man sieht eine Wange und ein Ohr in der Nacht
Deine Mutter ist Genaro nicht Lucrezia! – spricht die Füchsin
Leben und Begeisterung!
Oh! Ich bin eifersüchtig auf diese Ideen, irrsinnige Lauscher!
In der Nacht fallen alle Aufgaben schwarz – auf ein großes weißes Tuch
Madame Fabiani, Madame Joshua!
Fassen Sie bitte jede Frau zwischen zwei Frauen an den Seitentüren mit
großem Gobelin.
Danke Angelo, Simon und Gilbert für diese Rache.
Am Ende der Nacht, als die Seele der Königin Angst verriet, aß sie Angelo und andere Bürger.
Gott! ungeheuerliche Füchsin!
Szene XI
Mein Fuchs ist heute verstärkt in Gold unter einem Baldachin. Türen, Vorhänge mit karmesinroten Ecken. Schwarz polierte Fenster, Miniatur-Möbel. Im Hintergrund eine Türe. Sehr enge Gärten ohne Kirchtürme.
Genaro zieht sich ein Möbel und eine Frau an.
Er wird zu einem ganzen Theater.
Ich schwöre es Ihnen!
Ah! Anmut! Menschen!
In der Komödie weiß ich nicht wer lacht.
ist bildende Künstlerin, geboren 1977 in Mexico City, Diplom 2003 an der Hochschule der Künste in Bern. Ihre Arbeitsgebiete sind Installation, Video, Aktion, Performance. Sie arbeitet oft mit Text, Sprache, Code.